Kurkuma und Ingwer aus Bhutan #2

Im letzten Jahr unterstützten wir gemeinsam JungbäuerInnen in Bhutan beim Erstexport von Kurkuma und Ingwer. Der erfolgreiche Abschluss und das tolle Feedback haben uns motiviert eine zweite Runde für die Ernte 2022 zu starten!

Kurkuma und Ingwer aus Bhutan #2

Im letzten Jahr unterstützten wir gemeinsam JungbäuerInnen in Bhutan beim Erstexport von Kurkuma und Ingwer. Der erfolgreiche Abschluss und das tolle Feedback haben uns motiviert eine zweite Runde für die Ernte 2022 zu starten!

Die Umfrage zu unseren Produkten vom letzten Jahr fiel überwältigend positiv aus: über 95% unserer Kundinnen und Kunden würden wieder Ingwer und Kurkuma aus Zhemgang kaufen. Geschmack, Qualität und Verpackung stiessen bei unseren Unterstützerinnen und Unterstützern auf grosse Zustimmung. Diesen Erfolg wollen wir ihnen auch im nächsten Jahr wieder ermöglichen.

What can I do?

Bestellen Sie jetzt Kurkuma und Ingwer aus Bhutan!

Unterstützen Sie die JungbäuerInnen bei dem Vorhaben, Kurkuma- und Ingwerpulver in 2022 erneut nach Europa zu exportieren. 

Bestellen Sie sich jetzt ein Paket mit je 200g Kurkuma und Ingwer oder ein grosses Paket mit je 2 x 200g. Neuerdings können Sie auch nur Kurkuma bestellen, zu 2 x 200g oder 4 x 200g.

  • Seien Sie Teil vom zweiten Export nach Europa!

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Die Produzentinnen und Produzenten

Die Khengrig Namsum Cooperative (KNC) wurde 2014 gegründet. Sie hat das Ziel, einen soliden, profitablen und nachhaltigen Markt für landwirtschaftliche Produkte aufzubauen und die Lebensgrundlage der Bäuerinnen und Bauern im abgelegenen Zhemgang-Distrikt zu verbessern. Die Kooperative beschäftigt derzeit  9 Jungbäuerinnen und 7 Jungbauern aus unterschiedlichen Regionen im Zhemgang-Distrikt. Mit Unterstützung der Regierung Bhutans, Bhutan Networks und Helvetas konnte KNC eine Lebensmittelverarbeitungsstätte aufbauen. 

Von der Aussaat zum Kurkuma- und Ingwerpulver

Im subtropischen Zhemgang werden die Pflanzen von Hand ausgesät (Foto: Cheku Rangdrel)

Im subtropischen Zhemgang werden die Pflanzen von Hand ausgesät (Foto: Cheku Rangdrel)

Die Mitglieder der KNC vor ihrem neuen Gebäude (Foto: Cheku Rangdrel)

Die Mitglieder der KNC vor ihrem neuen Gebäude (Foto: Cheku Rangdrel)

Die Ernte der aromatischen Kurkuma- und Ingwerwurzeln (Foto: Cheku Rangdrel)

Die Ernte der aromatischen Kurkuma- und Ingwerwurzeln (Foto: Cheku Rangdrel)

Kurkuma und Ingwer sind beliebte Gewürze in der asiatischen Küche (Foto: M. Beck)

Kurkuma und Ingwer sind beliebte Gewürze in der asiatischen Küche (Foto: M. Beck)

Nach der Ernte werden die Wurzeln von Hand gewaschen, geschnitten...

Nach der Ernte werden die Wurzeln von Hand gewaschen, geschnitten...

...und im Elektrotrockner schonend getrocknet (Fotos: Cheku Rangdrel)

...und im Elektrotrockner schonend getrocknet (Fotos: Cheku Rangdrel)

Die Kurkuma- und Ingwerwurzeln werden zu Pulver gemahlen (Foto: Cheku Rangdrel)

Die Kurkuma- und Ingwerwurzeln werden zu Pulver gemahlen (Foto: Cheku Rangdrel)

Anbau von Kurkuma und Ingwer

Kurkuma und Ingwer sind in der asiatischen Küche äusserst beliebte Gewürze. Die Wurzeln dieser Pflanzen werden im Frühjahr auf brach liegenden Feldern ausgebracht. Dem Boden werden lediglich Laubstreu und Erde aus dem Wald beigemischt, chemische Düngemittel werden keine eingesetzt. Die Bäuerinnen und Bauern ernten die Kurkuma- und Ingwerwurzeln im Januar. Anschliessend werden sie von Hand gewaschen, geschnitten und im Elektrotrockner schonend getrocknet. In einem nächsten Schritt werden die Kurkuma- und Ingwerwurzeln gemahlen. Das Pulver wird 3-4 mal gesiebt und abhängig von der Nachfrage sofort verpackt oder in Säcken gelagert. 

Warum die Marktanbindung wichtig ist

Geldeinkommen ist besonders für die Menschen auf dem Land wichtig. Für die Nachwuchsbäuerinnen und Nachwuchsbauern mit Schulausbildung werden dadurch Anreize geschaffen, in der Landwirtschaft zu bleiben. Aufgrund der grossen Landflucht braucht es ausserdem neue kreative Lösungen, damit die junge Generation in den Dörfern bleibt.  

Hintergründe über die Landwirtschaft in Bhutan

In Bhutan lebt die Landbevölkerung noch grösstenteils von der Subsistenzwirtschaft und baut daher hauptsächlich für den Eigenbedarf an. Die Mischkultur überwiegt und auf den Feldern werden vor allem Getreide (z.B. Mais, Reis), Gemüse und Früchte angebaut. Ernteüberschüsse werden auf dem lokalen Markt verkauft, um das heutzutage wichtige Geldeinkommen zu erwirtschaften.

Eigeninitiativen in abgelegenen Dörfern

Tingtibi ist ein malerischer und sehr abgelegener Ort im Zhemgang-Distrikt in Zentralbhutan. Er liegt auf rund 600 Metern über dem Meer und ist umgeben von subtropischem Dschungel. Die Bäuerinnen und Bauern sind seit jeher durch nachbarschaftliche Zusammenarbeit gut vernetzt. So gründeten einige von ihnen die Jugendkooperative Khengrig Namsum Cooperative (KNC), um ihr Know-How zu bündeln und Synergien zu schaffen. Mit vereinten Kräften wollen sie sich landesweit Gehör verschaffen, gemeinsam Produkte vermarkten und Einkommen generieren.

Heutzutage sind solche Initiativen auch wichtig, um der anhaltenden Landflucht junger, ausgebildeter Menschen entgegenzuwirken. Diese sehen oftmals keine Perspektive in der traditionellen Landwirtschaft ihrer Elterngeneration, ausserdem ist die Arbeit in der Landwirtschaft hart und bringt wenig Einkommen. Viele geben daher die bäuerliche Lebensweise auf und wandern in die Hauptstadt Thimphu ab – eine der wenigen grösseren Städte im kleinen Königreich. Dort halten sie sich zumeist mit Gelegenheitsarbeiten mehr schlecht als recht über Wasser.

Fehlendes Wildtiermanagement

Ein weiterer Grund für die jungen Menschen, ihr Glück lieber in der Stadt zu versuchen, sind die regelmässigen Wildtiereinfälle auf den Feldern, welche erhebliche Ernteausfälle zur Folge haben. Die landwirtschaftliche Tätigkeit wird dadurch oftmals zur «Sisyphusarbeit». Im buddhistischen Königreich wird die Jagd zum Regulieren des Wildbestandes jedoch abgelehnt; das wird sich auch in absehbarer Zukunft so schnell nicht ändern, zu stark ist der Widerstand der religiösen Institutionen. Die eingesetzten Elektrozäune leisten nur bedingt Abhilfe und sind keine langfristige Lösung.


Weitere Informationen: 

Herausforderungen für die Bäuerinnen und Bauern in Bhutan

Wildtiereinfälle und daraus resultierende Ernteausfälle sowie Landflucht sind Herausforderungen, mit denen das kleine Königreich Bhutan zu kämpfen hat. Der Verein Bhutan Network unterstützt daher die Initiativen von KNC in Zhemgang, diese Probleme in Angriff zu nehmen. Eine vielversprechende Möglichkeit ist die Vermarktung von Kurkuma und Ingwer, beides schmackhafte Wurzeln, die jedoch von Wildtieren grösstenteils verschmäht werden, aber das nötige Geldeinkommen schaffen können. 

Tingtibi in Bhutan