Kurz vorgestellt: Patrick Eboe, Togo

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Stellst du dich kurz vor?
Mein Name ist Patrick Eboe, ich bin 27 Jahre alt und Geschäftsführer von gebana Togo.

Patrick Eboe

Wie bist du zu gebana gekommen?
Das ist eine längere Geschichte: Neben meinem Studium in Agrar- und Politikwissenschaften war ich bei einer französischen Firma angestellt und sollte in Burkina Faso eine Cashew-Verarbeitungsanlage aufbauen. Dort kam ich das erste Mal mit gebana in Kontakt und lernte viel vom damaligen Geschäftsführer. Wir blieben auch noch in Kontakt als ich wieder nach Frankreich zurückgekehrt war um mein Studium abzuschliessen. Als gebana dann einen Agrarökonomen suchte, schickte ich meine Bewerbung ein. Man leitete diese an das Büro in Zürich weiter und ich erhielt prompt ein Angebot, das Büro in Togo aufzubauen. Als gebürtiger Togolese war das natürlich eine riesen Chance. Ende 2014 traf ich dann das bestehende Management-Team und wir nahmen unsere Arbeit auf.

Was magst du am liebsten an deiner Arbeit?
Das Lächeln der Bauern! Das Hauptproblem der Bauernfamilien ist, einen zuverlässigen Käufer für ihre Produkte zu finden. Wenn wir ihnen ihre Produkte zu Bio- und Fair Trade-Preisen abkaufen haben sie ausserdem genug Geld, um ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Was magst du weniger?
Eine Kooperative muss lange bearbeitet werden, um Veränderungen herbeizuführen, manchmal Jahre! Zur gleichen Zeit wollen die Mitarbeitenden in Zürich immer alles sofort. Manchmal kommt es so zu Konflikten zwischen den Kulturen, denn manche Dinge kann man gar nicht erklären, sie sind wie sie sind – für die Menschen in Togo sind Dinge selbstverständlich, die in Europa als inakzeptabel gelten. Das muss man schon mit eigenen Augen sehen, um es zu verstehen.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Ich hoffe, dass wir in fünf Jahren keine rohen Sojabohnen mehr exportieren, sondern diese in Togo selbst weiterverarbeiten. So können wir hier einen Mehrwert schaffen und noch mehr Menschen anstellen. Ausserdem wünsche ich mir, dass wir unsere „Sozialleistungen“ ausbauen können – klar müssen wir Geld verdienen, aber wir dürfen dabei nie die Menschen dahinter vergessen.