Unsere Superpower: Ausdauer

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Seit 2020 haben wir eine eigene Lieferkette für frische Sugar-Loaf-Ananas. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und fahren sie mit dem Schiff. Wir müssen aber noch ein bisschen üben.

Die Geschichte der Ananaslieferkette

“Sugar Loaf könnt ihr nicht mit dem Schiff transportieren, sondern nur per Flugzeug”, sagte uns unser Partner in Ghana im Jahr 2015. Inzwischen wissen wir es besser: Man kann sie per Schiff transportieren. Zugegeben, unsere ersten Sugar-Loaf-Ananas vom Schiff waren noch nicht perfekt und etliche der mutigen Tester:innen alles andere als begeistert. Doch die Mehrheit würde die Früchte wieder kaufen.

Um zu verstehen, was es mit diesem Test genau auf sich hatte, müssen wir zurück ins Jahr 2014. Damals wollten wir frische Ananas ins Sortiment aufnehmen. Doch das war leichter gesagt als getan. Die Ananas, die noch im selben Jahr bei uns ankamen, schmeckten weder uns noch Ihnen und hielten sich auch nur kurze Zeit. Mission gescheitert? Nein. Wer besser werden will, braucht Ausdauer.

Wir schauten uns nach einer Alternative um, fanden den besagten Partner in Ghana und die Sorte Sugar Loaf. Mit ihrer grünen Schale, dem weissen, weichen Fruchtfleisch und ihrem saftig-süssen Geschmack überzeugte sie uns sofort. Doch Früchte einfliegen? Das passt eigentlich nicht zu gebana. Nachdem unser erster Import aber so schlecht verlaufen war, vertrauten wir lieber auf das Wort des erfahrenen Lieferanten.

Wir rechtfertigten den Flugtransport mit der aussergewöhnlichen Qualität der Sorte, dem Mehrwert für Bauernfamilien vor Ort und unserer eigenen Verpflichtung, das entstandene CO2 fünffach zu kompensieren. Wir fragten auch Sie. Deutlich mehr als die Hälfte fand: Wenn gebana das CO2 kompensiert und offen darüber kommuniziert, ist der Flugtransport in Ordnung. Das reichte uns – vorerst.

Eine eigene Lieferkette war schon immer das Ziel

Die Zusammenarbeit mit dem Partner aus Ghana sahen wir von Beginn an nur als eine Übergangslösung. Als eine Möglichkeit, mehr über das Produkt und seine Tücken zu lernen. Wir wollten eine Antwort auf “Wie macht man das?” erhalten. Das Wo lag derweil immer schon auf der Hand: Togo. Ananas wachsen dort genauso gut wie in Ghana und das Team von gebana Togo brennt seit jeher darauf, frische Früchte nach Europa zu bringen.

Anfang 2019 probierten wir es also aus. Es funktionierte und seither beziehen wir die frischen Ananas überwiegend von gebana Togo. Berauscht von diesem Erfolg haben wir dieses Jahr dann den nächsten Schritt gemacht und die Sugar-Loaf-Ananas entgegen aller Ratschläge in einen Schiffscontainer verladen. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt. Ein bisschen üben müssen wir aber noch. Zum Glück kennen wir uns mit dem Üben ziemlich gut aus.

Die nächsten Ananas vom Schiff kommen im November an. Bestellen können Sie schon jetzt.


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