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Fragen und Antworten zum Bio&Fair Treibstoff der gebanaWird der Bio&Fair Treibstoff auf grossen Plantagen angebaut, welche den Kleinbauern ihre Existenzgrundlage und traditionelle Wirtschaftsweise vernichtet?
Nein, im Gegenteil: der Bio&Fair Treibstoff stammt von Familienbetrieben mit einer durchschnittlichen Grösse von nur 12 Hektar. Diese Betriebe betreiben eine vielseitige Landwirtschaft und weisen einen grossen Anteil von Biodiversitätsflächen auf. Auf den Ackerflächen kann traditionell dreimal hintereinander geerntet werden, die Soja wird nur einmal im Jahr auf 50%-80% der Ackerfläche angebaut. Steht der Anbau von Bio&Fair Treibstoff nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und bewirkt so Hunger?
Nein, der Anbau des gebana Bio&Fair Treibstoffes steht nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Das Ausgangsprodukt für unseren Bio&Fair Treibstoff ist Sojaöl, das als Nebenprodukt bei der Verarbeitung von Soja zweiter Qualität anfällt. Die Früchte des afrikanischen Jatrophastrauches sind nicht essbar, der genügsame Strauch wächst auf unfruchtbaren Böden. Die Nutzung dieser Früchte stellt einen landwirtschaftlichen Mehrwert durch Diversifizierung dar. Verteuert der Anbau des gebana Bio&Fair Treibstoff die Grundnahrungsmittel?
Nein, der Anbau des gebana Bio&Fair Treibstoffes verteuert keine Grundnahrungsmittel, da die Ausgangsprodukte nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen. (siehe oben) Ist der Bio&Fair Treibstoff CO2-neutral?Nein, aber er spart rund 70% des CO2 ein. Das ist ein Rekordwert für landwirtschaftliche Treibstoffe. Siehe dazu die unabhängige Studie der Carbotech AG. Bio&Fair Treibstoffe sind keine Lösung für das eigentliche Problem des steigenden Energiebedarfs.
Der steigende Energiebedarf ist weltweit ein reales Problem und die effiziente Nutzung von Energie muss ein primäres Ziel jeglicher Energiepolitik sein. Die gebana kann mit den Bio&Fair Treibstoffen keine allgemeine Lösung für dieses Problem bieten, wohl aber zusammen mit ihren Partnern in Westafrika und Brasilien eine nachhaltige Alternative anbieten, die 70% des CO2 gegenüber fossilem Treibstoff einspart und für die Produzenten einen Mehrwert schafft. Die reichen Europäer delegieren mit dem Bio&Fair Treibstoff ihr Problem an die armen Entwicklungsländer.Der Bio&Fair Treibstoff ist Teil der Lösung und nicht Teil des Problems. Er ist nachhaltig produziert und teurer als normaler Treibstoff. Damit findet einerseits ein wirtschaftlicher Ausgleich statt und andererseits auch ein ökologischer, indem mehr Landwirtschaftsfläche in Entwicklungsländern nachhaltig angebaut wird. Werden durch die Produktion des Bio&Fair Treibstoffs knappe Wasserressourcen zusätzlich strapaziert?Nein, die Kleinbauern in Capanema bewässern ihre Felder nicht. In Burkina Faso, wo die zweite Etappe des Projektes geplant ist, wird mit dem trockenheitsresistenten Jatrophastrauch gearbeitet und ebenfalls nicht bewässert. Was hat der Bauer vom Bio&Fair Treibstoff?
Der Sojabauer erhält durchschnittlich 7 USD/Sack Soja mehr - heute sind dies rund 50% mehr als der konventionelle Sojapreis. Wer garantiert, dass die Sojabohnen wirklich aus biologischem Anbau und Fairem Handel kommen?Die gebana arbeitet direkt mit den Bauern zusammen, es gibt keinen Zwischenhandel. Das für Biokontrollen weltweit anerkannte (akkreditierte) Institut für Marktökologie (IMO) kontrolliert den biologischen Anbau. Die Richtlinien des Fairen Handels werden von der gebana überwacht, sie ist IFAT Mitglied und nimmt regelmässig am Assessment-System der IFAT teil. Wie werden Sie handeln, wenn die Nachfrage das Angebot überholt?Wir sind daran, die Mengen zu erhöhen, indem wir auch mit den Bauern in Burkina Faso, die getrocknete Biomangos und Cashews produzieren, in diesem Bereich zusammenarbeiten. Wir werden aber unsere Kriterien nicht verwässern und werden darauf achten, dass nur sinnvolle Produktionen gefördert werden. Deshalb wird die Produktionsmenge nicht explodieren können. Wie verhindern Sie längerfristig, dass bei Erfolg des Produktes die Kriterien des Anbaus nicht verwässert werden?Die Aktionäre und Mitarbeiter der gebana sind dafür der erste Garant, denn die gebana kann nur wachsen, wenn sie glaubwürdig bleibt. Daneben ist Transparenz für die gebana sehr wichtig. Medien, Nichtregierungs-organisationen und Kunden beurteilen uns täglich, diese Kontrolle und Auseinandersetzung suchen wir. |
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